Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Universitätsklinik für Neurologie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Promotionspreis 2012 aus dem Nachlass Klug und Sichler

Die Medizinische Fakultät der Universität Würzburg verlieh Herrn Max-Philipp Stenner in Anerkennung der mit summa cum laude benoteten Promotionsleistung im Mai 2012 den Promotionspreis aus dem Nachlass Klug und Sichler.

Herr Stenner beschäftigte sich während seiner dreijährigen Laborarbeit in der Klinischen Forschungsgruppe für Multiple Sklerose und Neuroimmunologie am Universitätsklinikum Würzburg unter der Leitung von Herrn Prof. Heinz Wiendl mit Funktionen regulatorischer T-Zellen in der schubförmigen Multiplen Sklerose. Das Hauptinteresse der longitudinalen, prospektiven Studie galt der Migration von FOXP3+ und HLA-G+ regulatorischen T Zellen über die Blut-Hirn-Schranke sowie deren immuntolerogenen Funktionen unter Therapie mit Natalizumab, einem monoklonalen Antikörper gegen das zelluläre Adhäsionsmolekül VLA-4.

Herr Stenner entwickelte hierzu aufwendige ex vivo Modelle der Blut-Hirn-Schranke, die durch klassische immunologische und molekularbiologische Methoden ergänzt wurden. Er konnte erstmals zeigen, dass FOXP3+ regulatorische T Zellen gesunder Spender im Vergleich zu proinflammatorischen T Zellen bevorzugt über Endothel der Blut-Hirn-Schranke migrieren. Dieser Migrationsvorteil bestand hingegen für regulatorische T Zellen von MS Patienten unabhängig von der Therapie mit Natalizumab nicht. Natalizumab führte jedoch zu einer schrittweisen Wiederherstellung des eingeschränkten regulatorischen Potentials der FOXP3+ in der MS. Die Ergebnisse wurden vor dem Hintergrund einer weitreichenden Modulation des Netzwerkes von Adhäsionsmolekülen auf der Zelloberfläche diskutiert.

Ergebnisse der Studie wurden in fünf Artikeln in Fachzeitschriften veröffentlicht, darunter Archives of Neurology, Neurology und European Journal of Immunology.

Herr Stenner ist seit März 2010 in der Universitätsklinik für Neurologie Magdeburg beschäftigt. Von September 2011 bis Februar 2015 war er im Rahmen eines Forschungsaufenthalts am Wellcome Trust Centre for Neuroimaging, University College London, bei Prof. R. Dolan.

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Foto: Uniklinik Würzburg

Der Dekan der Medizinischen Fakultät Würzburg, Prof. Matthias Frosch übergibt Max-Philipp Stenner die Promotionsurkunde

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Letzte Änderung: 25.02.2016 - Ansprechpartner: Ögelin Düzel
 
 
 
 

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