Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Universitätsklinik für Neurologie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Fotos: Michael Scholz, LIN Gebäude
Beschreibung

Verhaltensneurologie

Leitung

Prof. Dr. med. Hans-Jochen Heinze

Thema

Die Abteilung für Verhaltensneurologie untersucht (patho-)physiologische Mechanismen menschlichen Verhaltens. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Defiziten der kognitiven Kontrolle, die durch lernbedingte Veränderungen motivationaler, emotionaler und kognitiver Prozesse verursacht sein können.
Ein zentrales Anliegen ist die Verbindung von Grundlagen und klinischer Forschung. Der therapeutische Fokus liegt auf der selektiven Beeinflussung informationsverarbeitender zerebraler Prozesse.
Diesem Konzept entsprechend wurden mehrere Arbeitsgruppen in der Abteilung eingerichtet: ‚Brain Stimulation’ (Leitung: Prof. Dr. Voges), ‚Neuropsychiatric Dysfunctions’ (Leitung: PD Dr. Walter) und ‚Clinical Experimental Neurophysiology’ (Leitung Prof. Dr. Schoenfeld). Eine vierte Arbeitsgruppe, Imaging Genetics’ (Leitung PD Dr. Dr. Schott und PD Dr. Seidenbecher) entwickelte sich in Kooperation mit der Abteilung Neurochemie/Molekularbiologie. Enge Kooperationen bestehen mit dem DZNE Magdeburg.

Thema 1: Modulation neutraler Prozesse durch tiefe Hirnstimulation


Mitarbeiter
Jürgen Voges (Dept. of Stereotactic Surgery, OVGU/LIN)
Hans-Jochen Heinze
Rodrigo Quian-Quiroga

Kooperationen

Die Arbeitsgruppe ’Tiefe Hirnstimulation’ (THS) untersucht die neuromodulatorische Wirkung hochfrequenter elektrischer Stimulation (130 Hz) in der Schale des Nucleus accumbens (N.acc.) bei Patienten mit gestörter Belohnungsverarbeitung, wie sie unter anderem bei Suchtverhalten angenommen wird. Bei fünf Patienten mit schwerer Alkoholabhängigkeit wurden unter dem Einfluss der THS folgende Ergebnisse erzielt: Vier Patienten sind vollkommen abstinent und fanden zurück in ein normales soziales und berufliches Leben. Ein fünfter Patient, der zusätzlich unter einer Frontalhirn-Läsion leidet, ist bislang nicht vollkommen abstinent, berichtet aber von einem deutlich verringerten Craving mit der Wirkung, dass er seinen Alkoholkonsum selber begrenzen kann (Voges et al., 2012; Müller et al., 2013).

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Thema 2: Neuropsychiatrische Störungen


Mitarbeiter
Marie Jose van Tol
Norman Zacharias
Chuan Chi Yang
Viola Borchhardt

Kooperationen

Die Arbeitsgruppe neuropsychiatrische Störungen führte resting-state Analysen an Patienten mit Depression durch und untersuchte neurophysiologische und molekulare Mechanismen von Verhalten und deren pharmakologische Veränderungen (e.g. Lord et. A., 2012). Serotenerge Mechanismen die den Zusammenhang (Verbundenheit) zwischen prefrontalem Cortex und den Basalganglien modelieren sollen (e.g. Abler et al., 2012), wurden ebenfalls untersucht.

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Thema 3: AG Klinisch-experimentelle Neurophysiologe


Leitung
Prof. Dr. med. Mircea Ariel Schoenfeld

Mitarbeiter
Dr. rer. nat. Christian Merkel
Stefanie Kau
Milena Patzelt

Kooperationen

Die AG untersucht die neuralen Mechanismen der Wahrnehmung und Bewertung visueller Informationen in Normalprobanden sowie in Patienten mit Läsionen, welche zu Störungen des Lernens führen. Hierbei interessieren wir uns sowohl für grundlagenwissenschaftliche als auch für klinischpathologische Aspekte. Im grundlagenwissenschaftlichen Bereich werden Aufmerksamkeitsprozesse im visuellen System in Abhängigkeit von der Erwartungshaltung oder Belohnung untersucht. Hier besteht eine enge Kooperation zur Forschergruppe „Visuelle Aufmerksamkeit und perzeptuelles Lernen“. Im klinisch-wissenschaftlichen Bereich analysieren wir neuroplastische Prozesse infolge von einzeitigen Läsionen, wie zum Beispiel beim Schlaganfall, sowie von mehrzeitigen konsekutiven Läsionen, wie bei neurodegenerativen Erkrankungen (Parkinson, ALS). Hierfür bedienen wir uns nicht-invasiver Neuroimaging Verfahren (Strukturelles MRT, Diffusionsgewichtetes MRT in Verbindung mit fiber-tracking, funktionelles MRT, sowie zeitlich hochauflösendes EEG und MEG) aber auch invasiver Verfahren in Kooperation mit der AG Funktionelle Stereotaktische Neurochirurgie.

Grundlagenforschung

Im Bereich der Grundlagenforschung haben wir uns vor allem mit Aufmerksamkeitsprozessen im visuellen System beschäftigt. In mehreren Studien wurden die Mechanismen der merkmalsbasierten Aufmerksamkeit untersucht.

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Klinisch-wissenschaftliche Forschung

Im Themenbereich des Schlaganfalls haben wir mehrere Studien durchgeführt. Dabei haben wir uns mit neuen therapeutischen Ansätzen, die auf dem Spiegelneuronen-Konzept basieren, beschäftigt (Dettmers et al., 2012) und konnten zeigen, dass Videotraining zu einer Verbesserung der Handfunktion bei Patienten mit schlaganfallbedingten Paresen führt (Dettmers et al., 2014).

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Thema 4: Molekulare Grundlagen menschlicher Hirnfunktionen (AG Imaging Genetics)

Leitung
Björn Schott

Mitarbeiter
Constanze Seidenbecher
Anne Assmann
Adriana Barman (PhD stipend)
Gusalija Behnisch
Anna Deibele
Xenia Gorny
Maike Herbort
Marieke Klein (Master’s stipend)
Catherine Libeau
Carola Nath
Anni Richter
Joram Soch

Kooperationen

Motiviertes Verhalten beim Menschen ist interindividuell sehr variabel. Dazu tragen auch natürllich vorkommende genetische Varianten, sogenannte Polymorphismen, bei. Das Ziel unserer Arbeitsgruppe ist es, solche genetischen Polymorphismen im Kontext neuropsychologischer Fragestellungen
zu charakterisieren und neue Kandidatengene zu identifizieren, welche von Bedeutung für menschliches Lernen oder Exekutivfunktionen sind.

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Letzte Änderung: 27.10.2016 - Ansprechpartner: Ögelin Düzel
 
 
 
 

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