Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Universitätsklinik für Neurologie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Artist in Lab

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt startete am 24.1.05 ihr neues Projekt "Artist-in-Lab". Partner dieser außergewöhnlichen und deutschlandweit einmaligen Allianz waren die Universitätsklinik für Neurologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, das Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg und das Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik Halle.

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“Jenseits der üblichen Grenzziehungen das Verhältnis von Kunst und Wissenschaft neu zu denken und zu gestalten, nach den gleichen oder konträren Interessen zu fahnden, sich gegenseitig Anregungen zu geben: dies sind die Ziele des Artist in Lab-Programms der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt”, erläuterte Frau Manon Bursian, Direktorin der Stiftung. Eine sechsköpfige Jury aus Künstlern und Wissenschaftlern sichteten die Bewerbungen und entschieden. Ab dem 1. Mai öffneten Wissenschaftler für drei Monate ihre Labore für die ausgewählten Künstler . Ziel war es, den Künstlern die einmalige Gelegenheit zu bieten, in den Laboren von renommierten Wissenschaftsinstitutionen zu arbeiten und sich u.a. von der Suche nach dem menschlichen Bewusstsein inspirieren zu lassen. Die Kunststiftung schrieb zwei dreimonatige, mit jeweils 6.000 Euro dotierte Arbeitsstipendien für sachsen-anhaltische Künstler aller Sparten aus. Mehr als 50 Bewerbungen gingen ein, zwei Kandidaten wurden letztlich von einer Jury ausgewählt. Die Hallenserin Maria Volokhova bekam das Stipendium für die Neurowissenschaften. Die 26-jährige wurde 1980 im ukrainischen Kiew geboren und lebt seit elf Jahren in Deutschland. Schon durch ihre Schulausbildung kunstorientiert, kam sie als Absolventin eines Kunstgymnasiums in Kiew nach Deutschland und studierte bis 2004 an der Kunsthochschule “Burg Giebichenstein” in der Fachrichtung Malerei/Grafik. Während des Studiums war sie ein Jahr in der Kunstakademie in Bologna, anschließend für drei Monate im Rahmen eines Austauschprogramms in den USA tätig. Nach Abschluss der Ausbildung nahm sie als Stipendiatin an einem Graduiertenförderungsprojekt der Hochschule teil, bei dem sie ihr Spektrum auch auf Keramik und Porzellanarbeiten erweitern konnte. Fasziniert war die Künstlerin vom hochkomplizierten Wesen Mensch schon immer und befasste sich bereits während ihrer Diplomarbeit mit diesem Thema. Darin stellte sie mit dem Titel “Labyrinthe” in lebensgroßen Radierungen die im Körper funktionierenden Abläufe und Mechanismen dar. Das Artist-in-Lab-Stipendium eröffnete ihr zum ersten Mal die Möglichkeit, tiefer in diesen Bereich einzutauchen. Sie war sofort von der Gelegenheit begeistert, Hirnforschern vor Ort bei deren Arbeit über die Schulter schauen zu können und durch das Kennenlernen wissenschaftlicher Arbeitsweisen neue Ideen und Vorgehensweisen für ihre eigene Kunst zu gewinnen. Von Mai bis August begleitete die Künstlerin die Forscher und Ärzte der Universitätsklinik für Neurologie und des Leibniz-Instituts für Neurobiologie bei Ihrer Arbeit und nahm auch selbst als Probandin an verschiedenen Tests teil. Nach den drei Monaten zog die Künstlerin Resümee: “Ich habe versucht, diese Zeit maximal auszunutzen, um soviel wie möglich für meine eigene Arbeit mitzunehmen. Es war für mich äußerst beeindruckend, zumal man sonst keinen Zugang in solche Institutionen hat.” Direkt nach ihrer ersten Präsentation dieses Projektes am 07.09.2006 im Zenit Gebäude brach die Künstlerin für ein halbes Jahr nach Japan auf, um sich neue Techniken und Inspirationen für ihre Porzellankunst anzueignen. Die vielseitige Künstlerin möchte gerne im nächsten Herbst weitere wissenschaftlich motivierte Arbeiten vorstellen, dann eventuell mit einem Hauch Fernost.

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Letzte Änderung: 27.07.2015 - Ansprechpartner: Ögelin Düzel
 
 
 
 

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