Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Universitätsklinik für Neurologie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Konzept

Artist-in-lab - Ein Initiativprojekt der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt Knowhow-Transfer zwischen Kunst und Wissenschaft

Die Kunststiftung Sachsen-Anhalt schreibt zwei dreimonatige Arbeitsstipendien für sachsen-anhaltische Künstler aller Sparten aus, die in der Begegnung mit Wissenschaft und Forschung künstlerische Projekte entwickeln und umsetzen. Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (Halle), die Universitätsklinik für Neurologie an der Otto von Guericke-Universität und das Leibniz-Institut für Neurobiologie (Magdeburg) konnten als wissenschaftliche Partner gewonnen werden. Bewerbungen mit einer Ideenskizze des Vorhabens und eigenen Arbeitsproben müssen bis zum 10. März 2006 eingereicht werden.
Die beiden ersten Stipendien in einer Höhe von jeweils 6.000 € starten am 1. Mai 2006. Während der dreimonatigen Laufzeit erhalten die auserwählten Künstler einen Arbeitsplatz in den Wissenschaftseinrichtungen.

Weitere Hinweise zum Verfahren.

Das Programm

Jenseits der üblichen Grenzziehungen das Verhältnis von Kunst und Wissenschaft neu zu denken und zu gestalten, nach gleichen oder konträren Interessen zu fahnden, sich gegenseitig Anregungen zu geben, dies sind die Ziele des artist-in-lab-Programms der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.
Die Gratwanderung zwischen Kunst und Wissenschaft, der “fremde Blick“ auf die jeweils andere Wissens- und Erkenntnisform, das unmittelbare Aufeinandertreffen verschiedener Denkstrukturen sollen neue Arten der Reflexion auf beiden Seiten anregen. Daher werden ästhetische Ansätze und Produkte beim artist-in-lab-Programm keinesfalls als bloß schmückendes Beiwerk wissenschaftlichen Forschens und Wissens gesehen.
Um die Prozesse des Dialogs in Gang zu setzen, begleiten Künstler und Künstlerinnen drei Monate lang die Forschung in Instituten von Weltrang. Die Kommunikation und die Interaktion zwischen Kunstschaffenden und Wissenschaftlern sollen neue Ebenen der Kreativität erschließen und zwar auf beiden Seiten. Beide entdecken im Idealfall neue Wege zueinander und neue gemeinsame Territorien. Indem Künstlern aller Gebiete - bildender und darstellender Kunst, Literatur und Musik - die Türen für solch gemeinsames Arbeiten mit den Wissenschaften geöffnet werden, ergibt sich die Möglichkeit, auf eine Vielzahl wissenschaftlicher Phänomene und Thesen einzugehen.

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1. Das Stipendium am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik, Halle

Die Werkstoffmechanik erforscht u.a., wie sich Werkstoffe in Bauteilen verhalten und wie sich Eigenschaften in der Fertigung und unter mechanischen, thermischen oder elektrischen Belastungen verändern. Neben einer soliden Basis in der Mechanik erfordert dies ein tiefes Werkstoffverständnis, das die Eigenschaften der Materialien mit ihren inneren Strukturen in Verbindung bringt. Dabei kann die eigenschaftsbestimmende Strukturgröße bis in die atomare Dimension hineinreichen. Mit Hilfe hochleistungsfähiger optischer u. a. Messsysteme werden die interessierenden Daten experimentell erfasst.

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2. Das Stipendium an der Universitätsklinik für Neurologie an der Otto von Guericke-Universität Magdeburg und dem Leibniz-Institut für Neurobiologie, Magdeburg

Das Denken sei nicht empirisch zu erforschen - dieser Grundsatz gilt nicht mehr! Die Revolution in der Informatik, der Computertechnik, die Entwicklung der Biochemie und neue Arten der Visualisierung erlaubten in den vergangenen 30 Jahren die Entwicklung von Messgeräten, die einen neuen Blick ins Gehirn offenbarten. Erstmals in der Geschichte der Menschheit wurde es dadurch möglich, dem Menschen beim Denken zuzusehen, ihm in den tätigen Kopf zu schauen. Hinzu kamen die Modellierung von neuronalen Netzen im Rechner, die heute im Modell die zellulose Nachahmung der Vorgänge im Gehirn ermöglichen und die durch Messungen im Gehirn verifiziert werden können.
Denken, Fühlen, Wahrnehmen und Handeln sind Vermögen des Gehirns, über dessen Funktion und Funktionieren zunehmend Kenntnisse erworben werden. Diese auch für die Philosophie, die Geisteswissenschaften und die Kunst revolutionären Kenntnisse und Verfahren werfen die uralten Fragen von Bewusstsein, Geist, Seele, Körper, Subjektivität, Selbstbewusstsein etc. in ihrer Dualität und Entität neu auf. Aber - und darin liegt die Chance - diesmal nicht spekulativ oder metaphysisch, sondern visuell, algorithmisch, experimentell. Die alte Leib-Seele-Debatte, die bereits von der analytischen Philosophie verabschiedet wurde, entbehrt jeder wissenschaftlichen Vernunft.

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Hinweise zum Bewerberverfahren

Teilnahmeberechtigung:
Zur Teilnahme berechtigt sind Künstlerinnen und Künstler, deren Wohnsitz sich in Sachsen-Anhalt befindet. Ausgeschlossen von der Teilnahme am Wettbewerb sind Personen, die unmittelbar an der Ausarbeitung der Wettbewerbsaufgabe beteiligt waren sowie sämtliche an der Jury Beteiligte.

Art des Wettbewerbs:
Es wird ein einstufiger, offener Wettbewerb durchgeführt. Die Kunststiftung behält sich vor, einzelne Bewerber zum Gespräch zu laden.

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Letzte Änderung: 24.07.2015 - Ansprechpartner: Ögelin Düzel