Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Universitätsklinik für Neurologie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Botulinumtoxin-Therapie

Leitung

OÄ Imke Galazky

Thema

Was ist Botulinumtoxin und wie wirkt es?

Schwerpunkt unserer Botulinumtoxin-Sprechstunde ist die ambulante Beratung, Untersuchung und Behandlung von Patienten mit dystonen Bewegungsstörungen und Spastik.
Botulinumtoxin ist ein von dem weltweit vorkommenden anaeroben Bakterium Clostridium botulinum produziertes Eiweiß (Toxin). Gelangt dieses Bakterium in Lebensmittel, kann es den sogenannten Botulismus, eine lebensbedrohliche Lebensmittelvergiftung, verursachen.

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Wirkdauer

Die Wirkung von Botulinumtoxin setzt innerhalb von wenigen Tagen ein (auch abhängig von der Dosis und Größe des Muskels) und beträgt durchschnittlich 3 - 4 Monate (kann individuell sehr unterschiedlich sein). Danach ist eine erneute Injektion erforderlich, die Dosis wird in Abhängigkeit vom vorangegangen Wirkeffekt angepasst. Es handelt sich bei dieser Therapie also nicht um eine Heilung, sondern um eine Linderung von Symptomen, die bei Nachlassen der Wirkung wieder auftritt. Eine durch die Behandlung unbeabsichtigt auftretende Nebenwirkung bildet sich dementsprechend auch wieder vollständig zurück. Es ist also problemlos eine langdauernde, ggf. jahrzehntelange Therapie mit Botulinumtoxin möglich.

Kontraindikation

Die Behandlung darf nicht erfolgen bei Erkrankungen der neuromuskulären Erregungsübertragung (Myasthenie, Lambert-Eaton-Syndrom), in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Blutern oder unter Einnahme von Antikoagulantien (Marcumar, Falithrom), schweren Infektionen im Injektionsgebiet sowie bei schweren Myopathien.

Behandlungsschwerpunkte in unserer Ambulanz

Fokale Dystonien

Dystonien sind anhaltende, unwillkürliche Muskelkontraktionen, die durch das pathologische Zusammenspiel der Muskulatur zu oftmals bizarren Fehlstellungen und Fehlhaltungen sowie pathologischen Bewegungsabläufen führen.

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Hemispasmus fazialis (halbseitiger Gesichtskrampf)

Dieser wird verursacht durch eine periphere Schädigung des N. fazialis bzw. seiner Kerngebiete. Es ist eine der dankbarsten Indikationen für die Behandlung mit Botulinumtoxin.

Spastische Bewegungsstörungen

Spastizität ist eine neurogen bedingte muskuläre Überaktivität, welche auf einer zentralen Schädigung der absteigenden motorischen Bahnsysteme beruht (zum Beispiel nach Schlaganfall).
Klinische Merkmale sind ein erhöhter Muskeltonus, spastische Lähmung, gestörte Muskelkoordination.

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Klinische Studien

Ziel der Sprechstunde ist neben der Diagnostik und Therapie von Dystonien und der Behandlung von Spastikpatienten mit Botulinumtoxin auch der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn.
Botulinumtoxinpräparate und auch Einsatz von Botulinumtoxin bei off-label-Indikationen (bisher nicht für die Behandlung mit Botulinumtoxin zugelassene Indikation)Aus diesem Grunde beteiligen wir uns auch an Studien zur Frage der Lebensmittelqualität und Verträglichkeit von Botulinumtoxin in der Langzeitbehandlung, Verträglichkeit und Wirksamkeit neu entwickelter

Die Bildung eines Spastik-Kompetenzzentrums in Zusammenarbeit mit dem Neurologischen Therapiezentrum Magdeburg ist geplant.

Kontakt

Otto-von-Guericke-Universität
Universitätsklinik für Neurologie
und Universitätsklinik für Stereotaktische Neurochirurgie
Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R
Leipziger Str. 44
39120 Magdeburg, Deutschland

Tel.:  +49 0391 6713484

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Letzte Änderung: 24.10.2017 - Ansprechpartner: Ögelin Düzel
 
 
 
 

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