Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Universitätsklinik für Neurologie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Nervenleitgeschwindigkeit (NLG)

Die NLG ist eine elektrische Untersuchung der Nervenfunktion. Der Nerv wird an einem Punkt durch eine Elektrode elektrisch stimuliert und an einem anderen Punkt werden die fortgeleiteten elektrischen Impulse gemessen. Die Untersuchung erfolgt üblicherweise mit Oberflächen-Klebelektroden (wie beim EKG). Aus der Entfernung der Elektroden zueinander und der Zeit zwischen Impuls und Ableitung kann die Nervenleitgeschwindigkeit berechnet werden. Sie ist abhängig von dem Durchmesser des Nerven und dem Ausmaß der Myelinisierung (Myelinscheide). Im Falle einer Schädigung kommt es zur Verlangsamung oder Blockade der Nervenleitung. NLG wird häufig in Verbindung mit Elektromyographie durchgeführt.

Elektromyographie (EMG)
Die Elektromyographie testet die elektrische Aktivität des Muskels. Hierfür wird eine dünne Nadelelektrode in den zu untersuchenden Muskel eingestochen. Wenn Muskeln aktiviert werden, produzieren sie Ströme, die sich proportional zum Ausmaß der Anspannung verhalten. Mit dem EMG können im Muskel Abnormitäten erkannt werden, die Hinweise auf Muskel- oder Nervenschädigungen liefern.
Zusammen werden für NLG und EMG abhängig von der Anzahl der zu untersuchenden Nerven / Muskeln etwa 30 Minuten Untersuchungszeit benötigt. Die elektrische Stimulation und die Nadeluntersuchung können einen leichten Schmerz hervorrufen, der nach einigen Stunden verschwindet. Sie können nach der Untersuchung ihren normalen Aktivitäten nachgehen.

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Letzte Änderung: 24.07.2015 - Ansprechpartner: Ögelin Düzel