Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Universitätsklinik für Neurologie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Twitter
Foto: OÄ Caren Tietz, Universitätsklinik für Anaesthesiologie und Intensivtherapie, Magdeburg.
Beschreibung

Intensivtherapie

Leitung

Prof. Dr. med. Stephan Vielhaber
(Stellvertretender Direktor)
Dr. med. Claudius Bartels

Kooperationen

Thema

Die neurologische Intensivmedizin befasst sich mit der Diagnostik und Therapie akuter lebensbedrohlicher primärer und sekundärer Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Bewusstseinsstörung mit unzureichenden Schutzreflexen, intrakranielle Drucksteigerung infolge großer Hirninfarkte/Blutungen oder sekundär bei entzündlichen Erkrankungen, neuromuskuläre Schwäche und persistierende Krampfanfälle stellen hierbei Indikationen zur intensivmedizinischen Überwachung und gegebenenfalls der Intubation und maschinellen Beatmung dar.

Die Behandlung der Patienten erfolgt in direkter Kooperation mit Kollegen der Anästhesiologischen bzw. Internistischen Intensivtherapie im Rahmen einer interdisziplinären Intensivmedizin. Jährlich werden zirka 80 - 100 Patienten mit primär neurologischen Erkrankungen intensivmedizinisch behandelt. Raumfordernde Hirninfarkte, intrakranielle Blutungen und Subarachnoidalblutungen sind anteilig die häufigsten Erkrankungen, gefolgt von Patienten mit Status epileptici, myasthenen Krisen und schweren Verlaufsformen eines Guillain-Barré-Syndroms. Weitere Krankheitsbilder sind entzündliche ZNS-Erkrankungen (Meningoencephalitis), metabolisch/ hypoxische Encephalopathien sowie Intoxikationen mit zentral wirksamen Medikamenten. Die Zuweisung der Patienten erfolgt aus Sachsen-Anhalt und angrenzenden Teilen Niedersachsens.

Diagnostik

Direkt auf Station bestehen die diagnostischen Möglichkeiten des EEG’s, evozierter Potentiale, ENG/ EMG, sowie extra- und transkranieller Doppler- und Duplexsonographie. Darüber hinaus wird indikationsabhängig ein erweitertes cerebrales Monitoring (ICP, EEG, BIS) sowie hämodynamisches Monitoring (PiCCO, Vigileo) durchgeführt. In Kooperation mit dem Institut für Neuroradiologie sind sämtliche moderne bildgebende Verfahren wie CT, MRT, Angiographie einschließlich MR-Spektroskopie und Perfusionsmessungen verfügbar. Liquordiagnostik mit erweiterten neurobiochemischen Markern erfolgt im eigenen neurochemischen Labor.

Therapie

Die Intensivstation verfügt über moderne Beatmungsplätze. Neuroimmunologische Erkrankungen können vor Ort mittels Plasmapherese/Immunadsorption behandelt werden. Für neurovaskuläre Erkrankungen wird ein breites Spektrum endovaskulärer Behandlungsmöglichkeiten angeboten. Für Patienten nach kardiopulmonaler Reanimation und mit intrakranieller Drucksteigerung besteht auf Station die Möglichkeit der therapeutischen Hypothermiebehandlung (Arct ic Sun 2000). Die Anlage externer Liquordrainagen und dekompressiver Kraniotomien (Eröffnung der Schädeldecke) bei exzessiver intrakranieller Drucksteigerung erfolgt durch die Kollegen der Neurochirurgie. Die physiotherapeutische Beübung erfolgt durch zwei erfahrene Physiotherapeuten sowie Ergo- und Logopädie bei Bedarf.

vorherigeSeite naechsteSeite
Letzte Änderung: 27.08.2015 - Ansprechpartner: Ögelin Düzel
 
 
 
 

Neurologische Stationen
  » Neurologische Stationen


Stroke Unit
  » Stroke Unit